Workaway in Neuseeland

Unsere Zeit auf der Südinsel Neuseelands starten wir wieder mit einem Workaway Aufenthalt, wo wir für Kost & Logis arbeiten und viel Zeit haben, die Umgebung zu erkunden. Es ist mittlerweile unser dritter Workaway Einsatz in Neuseeland und der fünfte im Laufe unserer Weltreise. In diesem Beitrag wollen wir von unseren Erfahrungen mit Workaway berichten und euch unseren aktuellen Arbeitsplatz in den Marlborough Sounds vorstellen.

Als wir das Profil von unserem neuen Arbeitgeber auf der Plattform Workaway entdeckt haben, wussten wir sofort, dass wir dort hinwollen. Die Bilder und die Beschreibung von der „Hopewell Lodge“ haben uns direkt überzeugt. Auch wenn es uns bei der Reiseplanung fast so vorkam, als wäre es zu schön um wahr zu sein, wurden wir bei der Ankunft keinesfalls enttäuscht. Schon die Anreise war ein kleines Abenteuer. Mit dem Wassertaxi wurden wir vom Hafen von Picton zur Waterfall Bay gebracht. Von dort ging es ein kurzes Stück mit dem Auto weiter, ein Nachbar der Lodgebesitzer hat uns netterweise gefahren. Schließlich hat uns Mike, einer unserer Gastgeber für eine weitere Überfahrt mit dem Boot abgeholt. Alles hat reibungslos funktioniert und wir konnten direkt mit einem kleinen Rundgang über das Gelände der Unterkunft starten.

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Die Hopewell Lodge hat eine fantastische Ausstattung:

  • Große Gemeinschaftsbereiche mit einer tollen Küche
  • Mehrere Zugänge zum Meer (zwei kleine Strände und ein Steg)
  • Outdoorgeräte zum Ausleihen (Mountainbikes, Kayaks, Ruderboote, Stand Up Paddleboards, Angeln)
  • Einen Whirlpool mit Meerblick
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Zusätzlich gibt es in 2 min Fußweg bei Nacht Glühwürmchen zu sehen und da es in den Sounds kaum Lichtverschmutzung gibt, kann man hier den Sternenhimmel mit der Milchstraße unfassbar gut beobachten. Am besten kann man sich die Sterne direkt aus dem heißen Whirlpool aus angucken. Als wäre das nicht schon genug gibt es hier sogar auch noch Meeresleuchten. Eine Biolumineszenz Tour haben wir das erste Mal in Mexiko auf der Insel Holbox unternommen und waren sofort begeistert.

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Tagsüber gibt es aber auch einiges in der Umgebung zu unternehmen. Von der Lodge aus gibt es einen steilen Rundweg, den man wandern kann und von dem man eine schöne Aussicht auf den Kenepuru Sound hat. Man kann aber auch mit dem Fahrrad oder den Kayaks zu einem alten Schiffswrack fahren und dabei die tolle Natur der neuseeländischen Südinsel bestaunen.

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Interessant ist auch eine Bootstour zu der Muschelfarm, wo Mike die „Green Lip Mussles“ für die regelmäßig stattfindenden Muschelabende mit den Gästen erntet. Wir haben viel über den Anbau, das Ernten und der Zubereitung gelernt und haben uns jedes Mal gefreut, wenn es wieder eine „Mussle Night“ gab. Dieses Event gibt es in der Hochsaison 2 mal pro Woche und es gibt super leckere Dips und frisch gebackenes Brot dazu.

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Man kann also sowohl am Tage, als auch in der Nacht viel erleben. Damit sind für uns perfekte Voraussetzungen gegeben, um unsere Freizeit hier abwechslungsreich zu gestalten und viel von der unfassbaren Umgebung erkunden und genießen zu können. Mehr Eindrücke von der Hopewell Lodge gibt es auch auf unserem YouTube Kanal, den ihr hier kostenlos abonnieren könnt.

Die anderen beiden Workaway Aufenthalte in Neuseeland haben wir im Beitrag „Roadtrip über die Nordinsel“ vorgestellt. Hier hatten wir etwas weniger Zeit verbracht (ca. eine Woche jeweils), konnten aber trotzdem die Regionen gut kennenlernen. Gefallen hat es uns bei allen drei Arbeitsplätzen, aber natürlich gab es ein paar Unterschiede zwischen den einzelnen Stationen. Hier sind die interessantesten Infos zu unseren Workaway Stationen in Neuseeland zusammengefasst:

  • Honeymoon Valley, Northland

    Hier haben wir bei einer Familie gewohnt, unsere Unterkunft war ein Zimmer im Haus. Wir haben überwiegend Gartenarbeit erledigt, die Arbeitszeiten waren 5 h/Tag, 6 Tage/Woche. Die Besonderheiten bei dieser Station waren die familiäre Atmosphäre, sehr leckeres gesundes Essen und eine Badestelle am Fluss direkt vor dem Grundstück.

  • Kuaotunu, Coromandel

    Auf der Coromandel Halbinsel haben wir bei einer kleinen Glamping Site ausgeholfen. Unsere Unterkunft war ein Wohnwagen auf dem Grundstück der freundlichen Gastgeberin. Auch hier haben wir überwiegend bei der Gartenarbeit geholfen. Die Arbeitszeiten waren, 4 h/Tag, 6 Tage/Woche. Besonders war bei diesem Aufenthalt die fantastische Aussicht übers Meer, die schönen Strände in der Nähe und die vielen Tiere vor Ort (z.B. Alpakas).

  • Kenepuru Sound, Marlborough

    Unseren längsten Aufenthalt hatten wir in der Hopewell Lodge, wo wir ein eigenes Zimmer als Unterkunft hatten. Unsere Arbeit bestand überwiegend daraus, die Zimmer für die Gäste vorzubereiten und die Gemeinschaftsbereiche in der Lodge ordentlich zu halten. Die Arbeitszeiten waren 3 h/Tag, 6 Tage/Woche. Besonders sind hier die isolierte Lage, die spektakuläre Landschaft und die umfangreiche Ausstattung der Lodge hervorzuheben.

Nach all diesen Eindrücken können wir die Vor- und Nachteile von Workaway aus unserer Sicht festhalten:

  • Kostenlose Unterkunft & ggf. Verpflegung, dadurch viel Sparpotenzial
  • Kontakt zu Locals, viele Geheimtipps und Einblicke in die Kultur
  • Kennenlernen von anderen Workawayern aus der ganzen Welt und Freundschaften knüpfen
  • Möglichkeit, eine Region ausgiebig zu erkunden
  • Abseits von überlaufenen Touristenrouten
  • Man muss arbeiten (je nach Unterkunft mehr oder weniger)
  • Zeitliche und räumliche Bindung, dadurch weniger Flexibilität

Abschließend lässt sich sagen, dass für uns ganz klar die Vorteile überwiegen. Jedenfalls, wenn man genug Zeit mitbringt und es einem nichts ausmacht, ein bisschen Zeit für das Arbeiten zu investieren. Dann kann man gerade auf längerfristigen Reisen günstig unterwegs sein und bekommt viel von Land und Leuten mit. Uns hat das Reisen und Arbeiten mit Workaway super gefallen. Wir können es gerade den Leuten sehr empfehlen, die auch mal längere Zeit an einem Ort verbringen wollen, aber trotzdem die Reisekasse schonen möchten. Wer mehr über unsere Workaway Erlebnisse in Japan erfahren will kann gerne mal hier bei unseren Reiseberichten vorbeischauen.

Über den Autor

Martin

"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben." - Alexander von Humboldt