Roadtrip über die Südinsel Neuseelands

Nach unserem 4-wöchigem Workaway Job in der Hopewell Lodge in den Marlborough Sounds geht unser Roadtrip über die Südinsel von Neuseeland weiter. Für uns ging es erst einmal mit dem Bus von Picton nach Christchurch. Allein diese Busfahrt war schon sehenswert. In CHCH angekommen haben wir unser Mietauto abgeholt und die wilde Fahrt ging los! Naja, fast. Wir haben uns natürlich auch erstmal die Stadt angeguckt. Aber dann ging unser Roadtrip wirklich los!

ChristChurch – die englischste Stadt Neuseelands

Ein guter Tipp um die wichtigsten Highlights der Stadt nicht zu verpassen ist, sich einfach an den Fluss zu halten. Der Avon Fluss schlängelt sich durch Christchurch am Botanischen Garten, dem Canterbury Museum, dem Christ’s College, der Erdbebengedenkstätte und diversen Kunst Gallerien vorbei. So bekommt man automatisch eine ganz gute und kostenlose Stadtführung. Die können wir durchaus weiterempfehlen! Der botanische Garten und das (kostenlose) Museum haben uns gefallen, deshalb haben wir auch einige Stunden dort verbracht und uns die Ausstellungen zu Christchurch und Canterbury angesehen. Darunter Sammlungen zu den Maori und der Entdeckung der Antarktis.

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Mount Sunday – Der Herr der Ringe Drehort

Mit dem Auto ging dann unser Roadtrip endlich wieder los. Unser erster Zwischenstopp war der Mount Sunday. Aus „Der Herr der Ringe“ auch bekannt unter dem Namen Edoras, der Hauptstadt von Rohan. Die lange Schotterstraße bot schonmal faszinierende Aussichten auf die wunderschöne Landschaft. Vom Parkplatz aus gibt es dann einen ca. 45-minütigen Wanderweg zum Aussichtspunkt auf dem Berg. Oben angekommen bot sich uns ein richtig schöner Ausblick über das Tal, mit den vielen verzweigten Flüsschen bis hin zum Mount Hutt, mit seinem schneebedeckten Zipfeln. Die Stadt Edoras haben wir aber leider nicht so vorgefunden wie im Film. Für die Verfilmung wurde ein Set über elf Monate lang aufgebaut, die eigentlichen Dreharbeiten dauerten aber nur wenige Tage. Danach wurde alles wieder abgerissen. Heute kann man kaum erahnen, dass hier einer der aufwendigsten Sets der Verfilmung stand. Auch wenn Peter Jackson Mount Sunday als die perfekte Lokation für Edoras empfand, sagen viele Fans, dass dieser Hügel im Tal viel zu klein ist, um Edoras akkurat aus den Büchern darzustellen. Schön und sehenswert ist der Ort aber auf jeden Fall.

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Little Blue Penguins – Pinguintour in Dunedin

Hauptverbreitungsgebiet dieser Zwergpinguine ist Neuseeland. Die kleinste Art der Pinguine wird hier als „Little Blue Penguin“ bezeichnet. Keine Frage also, dass wir die kleinen watschelnden Vögel während unserer Reise einmal Live in ihrem natürlichen Lebensraum mit unseren eigenen Augen sehen wollten. Gebucht haben wir die Pinguintour im „Royal Albatross Centre“ auf der Otago Peninsula. Wir haben deshalb eine Tour gebucht, weil es zu dieser Jahreszeit sehr schwierig ist Pinguine zu sehen und man schon sehr genau wissen muss an welchen Orten sie ans Land kommen. Außerdem hat man aus der Vergangenheit gesehen, dass die „unwissenden“ Touristen mehr Schaden anrichten, wenn sie auf eigene Faust Pinguine observieren wollen. Seit der Eröffnung des Observatoriums durch den „Otago Peninsula Trust“ 1919 haben sich die Pinguinzahlen mehr als verzehnfacht! Außerdem war unsere gebuchte Tour eine non-profit Tour. Also fließt das gesamte Geld in den Schutz und in die Forschung der Zwergpinguine. Sowas finden wir gut und unterstützenswert! Bevor es im Dunkeln zum Strand ging um die Pinguine zu beobachten haben wir auch sehr viele Informationen über das Leben der Little Blues bekommen.

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Der Bauch dieser Vögel ist weiß und der Rücken (namensgebend) dunkelblau gefärbt. Das sorgt für ein natürliches Camouflage Muster. Da die Tiere am Tage jagen sind sie vor der hellen Wasseroberfläche gut getarnt vor möglichen Feinden unter Wasser. Von oben sorgt ihr blauer Rücken für eine gute Tarnung. Bei Nacht jedoch sind die Pinguine besonders einfallsreich. Dann drehen sie sich nämlich im Wasser auf den Rücken, weil die Feinde unter Wasser den dunklen Rücken gegen die dunkle Wasseroberfläche nicht mehr wahrnehmen können. Und Feine von oben haben die Pinguine bei Nacht nicht zu befürchten. Wenn die Pinguine in der Dämmerung an Land gehen, kann man sie schon von weitem herannahen sehen. Die Tiere tun sich gerne in Gruppen zusammen, um sich vor Fressfeinden zu schützen, deshalb sieht es so aus, als ob ein Torpedo aus Pinguinen auf den Strand zu kommt. Als ich den ersten Pinguin Torpedo von weitem gesehen habe, war ich schon ganz aufgeregt. Und dann kamen plötzlich über 15 kleine watschelnde Gespenster auf uns zu. So niedlich haben wir uns das nicht vorstellen können! Es war einfach umwerfend, wie die Zwergpinguine in unsere Richtung kamen und so schön für die Kamera posiert haben. Ein Moment den wir definitiv nie mehr vergessen werden. Die Pinguine kommen bei Anbruch der Dämmerung an Land um zu Brüten. Da die Brutzeit Anfang März aber leider schon vorbei ist, kann man zu dieser Zeit nicht mehr so viele Pinguine sehen. Im März kommen sie aus einem anderen Grund ans Land. Sie kommen in die Mauser. Dazu bleiben sie ca. 2 Wochen an Land, weil sie ihr Federkleid wechseln und in dieser Zeit kein Wasserabweisendes Gefieder haben. Wir fanden die Pinguintour wirklich toll und waren sehr glücklich, dass wir insgesamt ca. 30 – 40 Pinguine sehen konnten.

Bisher gefällt es uns sehr gut auf der Südinsel. Unser Roadtrip in Neuseeland geht aber noch weiter. Wenn ihr unsere Tour gerne in Bewegtbildern mitverfolgen wollt, dann schaut einfach bei unserem YouTube Kanal vorbei. Der erste Teil unseres Roadtrips auf der Südinsel ist schon online verfügbar.

Über den Autor

Alina

"Das wichtigste Stück des Reisegepäcks ist und bleibt ein fröhliches Herz." - Hermann Löns