Peru Reise

Möglichst günstig zum Machu Picchu

So günstig wie möglich zum Machu Picchu, das war unser Plan! Denn wir wollen von Cusco aus noch weitere Touren unternehmen und nicht unser gesamtes Buget für eines der neuen sieben Weltwunder ausgeben. Wir haben also im Internet recherchiert wie man am besten auf eigene Faust zum Machu Picchu kommt und was das alles kosten würde. Die Anreise gestaltet sich nämlich nicht ganz so leicht. Nach eingehenden Berechnungen und Analysen haben wir uns dann doch entschieden eine Tour bei „Machu Picchu Reservations“ zu buchen. In einem Preis von 100 $ (pro Person) ist nämlich die 6 Stündige An- und Abreise per Bus von/nach Hidroelectrica, Verpflegung, eine Nacht im Hostel, der Eintritt zum Machu Picchu und ein Guide enthalten. Zusätzlichen ist dann eben alles durch eine Agentur organisiert und man braucht sich um nichts mehr zu kümmern. Auf eigene Faust wäre es doch wesentlich teurer gewesen, da allein schon die Eintrittskarte, die man bei der Regierung beantragen muss, ca. 50 $ kostet.

Anreise zum Machu Picchu

Wie kommt man überhaupt von Cusco zum Machu Picchu? Wie schon erwähnt ist die Anreise nicht ganz so einfach, es gibt verschiedene Möglichkeiten und man sollte schon mindestens zwei Tage dafür einplanen. Die bequemste, aber teuerste Option ist mit dem Zug anzureisen. Die Zugfahrt mit der Vistadome-Bahn (ca. 80 – 100 $ pro Strecke) ist jedoch keine normale Fahrt. Es gibt Entertainment, wie Tanzshows, traditionelle Musik und Modeshows, bei der man bunte und klassische Mode aus Alpakawolle kaufen kann. Der Zug hat außerdem Fenster auf dem Dach, damit man auf dem Weg die schöne Landschaft mit den riesigen Bergen bestaunen kann. Das kam uns aber wie Schnick-schnack vor, auf den wir auch ganz gut verzichten können, da wir eher günstig als bequem ankommen wollten. Die anstrengendste Anreise erwartet einen, wenn man zu Fuß über den „Salkantay Trek“ oder den „Inka-Trail“ wandert. Bei dem Inka-Trail handelt es sich um den Originalpfad der Inka, bei dem man 4 Tage unterwegs ist, um zur berühmten Ruinenstadt zu kommen. Bei dem Salkantay Trek gilt es den namensgebenden Berg von 6264 m Höhe zu überqueren. Insgesamt dauert dabei die Anreise zum Machu Picchu sogar 5 Tage. Wirklich kostengünstig sind diese Anreisemöglichkeiten auch nicht, da man über die Zeit einen Guide, Pferdeführer, Verpflegung, Schlafplätze, usw. benötigt (370 – 850 $). Sicherlich hat das auch seinen Reiz, durch die abgelegenen Wälder, hoch zum heiligen Berg, durch Nebel und Dschungel zu wandern, aber wir entschieden uns für einen Mittelweg. Relativ bequem und günstig mit dem Bus zu dem Dorf namens Hidroelectrica anzureisen, dann für ca. 2 Stunden an den Zugschienen entlang nach Aguas Calientes zu laufen und dort eine Nacht im Hostel zu verbringen.

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Aufstieg zum Machu Picchu

Am nächsten Tag ging es dann um 4 Uhr morgens von Aguas Calientes los hoch zum Machu Picchu. Auch hier sind wir wieder gelaufen, statt den Bus nach oben zu nehmen, da wir wieder sparen und unter den ersten sein wollten, die vor den Eingangstoren stehen. Zunächst standen wir aber nach ca. 30 Minuten laufen erstmal vor den geschlossenen Toren einer Brücke. Die Atmosphäre hatte etwas Mystisches. Es war noch recht dunkel, man konnte dichte Nebelwolken an den Hängen der Berge sehen und über einem flatterten große Motten und Fledermäuse umher. Einige hatten den Eindruck, sie würden vor dem Eingang zu Jurassic Park stehen. 😀 Als die Tore dann um 5 Uhr geöffnet wurden begann ein inoffizieller Wettlauf. Der Weg hinauf war wirklich beschwerlich und sehr anstrengend, weil man in sehr kurzer Zeit enorm viele Stufen bewältigen musste. Aber wir waren super stolz, dass wir so früh dran waren und tatsächlich unter den allerersten noch vor dem frühesten Bus oben angekommen sind. Dann hieß es wieder warten, bis um 6 Uhr auch der Einlass zum Gelände startete. Was für ein überwältigendes Gefühl es war, mit den eigenen Augen diese gut erhaltene Ruinenstadt auf dem alten Berg zu sehen. Und das auch noch bei Sonnenaufgang. Es sieht tatsächlich so aus, wie auf den tausenden Fotos, die man schon hunderte Male gesehen hat. Aber sich selbst dort umzusehen und die Atmosphäre aufzusaugen war so unfassbar und unbeschreiblich. Wir haben dann von unserem Guide viele interessante Theorien und Hypothesen zur Entstehung der terrassenförmigen Stadt in den Bergen bekommen. Er hat uns auch über die verschiedenen Bedeutungen einzelner Gebäude und deren Nutzen aufgeklärt. Sehr kompakt aber informativ hat er die wichtigsten Infos zusammengefasst, damit uns noch genug Freizeit blieb um uns auf eigene Faust umzusehen, bis wir uns wieder auf den Rückweg begeben mussten. Insgesamt hatten wir etwa 5 Stunden Zeit uns alles anzusehen. Wir entschieden uns zum Sonnentor zu laufen, da man von dort aus eine gute Panoramaaussicht auf den Machu Picchu hat. Über dieses Tor sind damals die Reisenden angekommen und wir wollten wissen, welche Aussicht sich ihnen dort bot. Wir stellten fest, dass sich von dem Aussichtspunkt sehr gut unsere eigene Anreise nachverfolgen lies und es sah von oben nochmal sehr beeindruckend aus, welchen Weg wir zurückgelegt haben. Anschließend haben wir einen der vielen Rundgänge innerhalb der Stadt durchlaufen, bis wir dann zu dem Ausgang kamen. Dort kann man sich zum Schluss noch einen Stempel von diesem Weltwunder holen, was wir auch gleich gemacht haben. Dann ging es über den gleichen Weg zurück, auf dem wir auch hergekommen waren. Den schlängeligen Weg runter nach Aguas Calientes, an der Zugstrecke zurück nach Hidroelectrica und mit dem Bus wieder nach Cusco.

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Wir sind immer noch sehr beeindruckt und erstaunt, was die Inkas zu der Zeit alles erbaut und geleistet haben. Unsere ganze Tour zum Machu Picchu könnt ihr auch im Video sehen und wir würden uns natürlich sehr darüber freuen, wenn ihr unseren Youtube Kanal abonniert und dem Video einen Daumen nach oben gebt.

Über den Autor

Alina

"Das wichtigste Stück des Reisegepäcks ist und bleibt ein fröhliches Herz." - Hermann Löns