Zwischenstopp in Dubai

Auf unserer Fernreise nach Bali haben wir für zwei Tage einen Zwischenstopp in Dubai eingelegt. So ein Stopover bietet sich besonders bei längeren Flügen in Richtung Asien oder Ozeanien an. Vor allem, weil die Airlines aus den Emiraten in vielen Fällen das beste Preis-Leistungsverhältnis haben und man für diese weiten Strecken ohnehin irgendwo umsteigen muss. Bei dieser Gelegenheit kann man gleich noch einen neuen Ort erkunden.

Wir hatten die Nacht im Flugzeug verbracht und waren nicht gerade erholt. Trotzdem wollten wir mit dem Tag noch etwas anfangen, unser Aufenthalt in Dubai war ja nur ziemlich kurz. Also haben wir beschlossen, unsere Müdigkeit mit einer Mischung aus Action und Entspannung zu kontern. So fuhren wir also vom Flughafen nur kurz zum Hotel, um unser Gepäck dort abzulegen. Einchecken konnten wir noch nicht, dafür war es noch zu früh. Danach ging es direkt weiter, und zwar zum Aquaventure Waterpark auf der künstlichen Insel „The Palm“. Der Park befindet sich auf dem äußeren Ring der Insel neben dem bekannten Atlantis Hotel. Zufälligerweise haben wir einen deutschsprachigen Taxifahrer erwischt, der uns die Fahrt über gut unterhalten hat.

Nach unserer Ankunft im Wasserpark haben wir uns erstmal an den dortigen Strand gelegt, um ein kleines bisschen Schlaf nachzuholen. Von der Insel aus hat man einen schönen Ausblick auf das Stadtpanorama von Dubai. Nach der kurzen Erholungsphase wollten wir natürlich auch noch die Attraktionen im Park wahrnehmen. Da gab es zum Beispiel einen großen Wasserkreislauf, eine Art künstlichen Fluss in dem man sich mit einem Reifen treiben lassen konnte. Auf der Strecke waren kleinere Besonderheiten wie Stromschnellen, künstlich erzeugte Wellen und Wasserfälle verteilt, wodurch so eine Runde ziemlich unterhaltsam war.

Danach ging es aber zum eigentlichen Highlight des Parks, den völlig abgedrehten Wasserrutschen! Da gab es jede Menge zur Auswahl. Am heftigsten ist die Speed-Rutsche auf der großen Pyramide im Zentrum des Parks. Sie ist nicht nur unfassbar Steil, sondern führt zusätzlich noch in einer Glasröhre durch ein Haifischbecken. Man steht dort oben in der Schlange und mit jeder Person, die vor einem runterstürzt, steigert sich die Aufregung. Das ist eher keine geeignete Attraktion für Menschen mit schwachen Nerven oder Höhenangst. Für alle anderen ist es aber sehr empfehlenswert! Am besten gefallen hat uns eine riesige Reifenrutsche, bei der bis zu 6 Personen in einem Reifen Platz nehmen können. Auch hier fährt man eine ziemlich abenteuerliche Strecke ab, um zum Schluss mit viel Schwung im Riesenreifen eine Steilwand hoch und gleich wieder runter zu sausen. Herrlich!

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Am Abend ging es dann noch in die Stadt, wo wir uns den Burj Khalifa angesehen haben. Das ist mit 828 m Höhe beziehungsweise 189 Etagen das höchste Gebäude der Welt. Daneben befindet sich die Dubai Mall und ein künstlicher See. Also haben wir uns noch im Einkaufszentrum umgesehen und die gigantischen Wasserspiele bestaunt, die dort regelmäßig mit schöner Licht- und Musikuntermalung inszeniert werden. Am Abend beginnt die ganze Fassade des Turms zu leuchten, so werden immer wieder verschiedene Motive darauf gezeigt.

Da es schon ziemlich spät geworden war machten wir uns auf den Weg zu unserem Hotel. Dort gab es für uns eine schöne Überraschung: Wir bekamen ein kostenloses Zimmer-Upgrade auf eine Suite. Die war wirklich ziemlich luxuriös ausgestattet, hatte neben dem Schlafzimmer zwei Bäder, eine große Küche und noch ein Wohnzimmer. Eigentlich völlig übertrieben für die zwei Nächte und viel größer als unsere Wohnung zuhause. Aber trotzdem haben wir uns sehr darüber gefreut. Dazu gab es auch noch einen Balkon im 14. Stock mit guter Aussicht. Das Hotel hieß übrigens „BurJuman Arjaan by Rotana“ und war gut mit der U-Bahn angebunden.

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Am nächsten Tag hatten wir uns für eine Wüstensafari angemeldet. Mit einem Geländewagen wurden wir vom Hotel abgeholt und kamen nach ca. einer halben Stunde Fahrt bei einem Zwischenstopp an. Dort trafen sich alle Fahrer der Wüstentouren in einem kleinen Vorort und bereiteten ihre Fahrzeuge auf die Offroad Strecken vor: Es wurde ordentlich Luft aus den Reifen abgelassen. Tatsächlich endete kurz darauf die Straße und es ging ab in den Sand. Völlig unbeeindruckt arbeiteten sich die Wagen mit ihrem Allradantrieb die großen Dünen rauf und runter. Teilweise war es wirklich heftig steil und rasant, sodass wir definitiv nicht so unbeeindruckt waren wie die Fahrzeuge. 😀

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Zwischendurch machten wir auch mal Pause, sodass wir in Ruhe die Aussicht auf die Wüste genießen konnten und ein bisschen im feinen Sand umherlaufen konnten. Danach fuhren wir weiter zu einem Wüstencamp, in denen verschiedene Aktivitäten und Stände auf uns warten. Das Ganze war sehr touristisch, aber trotzdem ganz nett. Man konnte sich Henna-Tattoos machen lassen, Shisha rauchen, Souvenirs kaufen und so weiter. Man hätte auch noch Kamele reiten können, aber mir taten die Kamele etwas leid die die ganze Zeit im Kreis laufen mussten. Jedenfalls gab es danach noch ein großes Buffet mit leckerem Abendessen und eine Showeinlage von verschiedenen Künstlern und Bauchtänzerinnen. Ein schöner Abschluss von unserem Aufenthalt in Dubai. Danach ging es zurück zum Hotel und am nächsten Morgen ab zum Flughafen, von wo aus wir weiter nach Bali gereist sind.

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Über den Autor

Martin

„Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.“
– Alexander von Humboldt