Als Expat in London

Ich war im Frühsommer 2022 für zwei Monate als Expat in London und habe direkt im Stadtzentrum gewohnt und gearbeitet. Meine Freizeit habe ich damit verbracht, die Stadt und die Umgebung ausgiebig zu erkunden. Hier erzähle ich von meinen Eindrücken und Erfahrungen in dieser spannenden Zeit.

Als Expat in London

Was habe ich eigentlich als Expat in London gemacht? Wie viele von euch vermutlich bereits wissen, arbeite ich in der Krebsforschung. Mein Arbeitgeber hat mich für 2 Monate nach London delegiert, um dort in Kooperation mit dem King's College London und dem Guy's & St Thomas' Cancer Centre an einem Projekt zu arbeiten. Hier habe ich bei der Entwicklung von Tumororganoiden geholfen um personalisierte Krebstherapieoptionen zu verbessern. Diese Organoide sind kleine Abbilder eines Tumors, die zum Beispiel dafür verwendet werden können, Medikamente daran zu testen.

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Unterkunft

Mein Arbeitgeber aus Berlin und der Kooperationspartner in London haben mir mitten im Stadtzentrum eine Unterkunft finanziert. Ich habe in einem sogenannten Micro Studio gewohnt. Das heißt, ich hatte ein 1-Zimmer Apartment mit kleiner Kochnische und eigenem Bad. Es war zwar recht klein (18 m2) aber für 2 Monate ausreichend Platz und für Londoner Verhältnisse auch noch zu einem guten Preis-Leistung Verhältnis. Außerdem hatte ich eine hervorragende Aussicht vom 9. Stock auf das Shard gehabt und konnte innerhalb von 30 Minuten zu meinem Arbeitsplatz laufen oder mittels bike-sharing in 15 Minuten dorthin radeln.

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City Tour

Aufgrund der zentralen Lage meiner Unterkunft und meines Arbeitsplatzes boten sich regelmäßige Sightseeing Touren in meiner neuen Heimatstadt sehr gut an. Natürlich habe ich erst einmal die typischen Touristenattraktionen besichtigt: Den Tower of London, die Tower Bridge, The Shard, den Buckingham Palace und vieles mehr. Allerdings habe ich auch einige Orte bei meinen Erkundungstouren entdeckt, die noch nicht ganz so bekannt sind.

Meine Lieblingsorte in der Londoner Innenstadt:

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Ausflug ins Grüne

Natürlich wollte ich auch die berühmten englischen Gärten besichtigen und habe daher auch viele Ausflüge ins Grüne unternommen: Royal Kew Gardens, Richmond Park, Kensington Garden und der Hyde Park sind dabei nur die größten, der von mir unternommenen Ausflugsziele.
Das besondere am Richmond Park ist, dass es mit einer Fläche von 10km2 der größte der königlichen Parks in London ist. Ursprünglich war der Park das Hirschjagdgebiet von König Edward I. Die Hauptattraktionen sind Rudel von 650 Rothirschen und Damhirschen, die im Park frei herumlaufen. Als ich Mitte April in London ankam, war gerade die Geburtszeit der Hirsche, sodass in den kommenden Monaten im Richmond Park und im Bushy Park über 300 Rehkitze erwartet wurden. Außerdem befindet sich im Richmond Park ein biologisch bewirtschafteter Waldgarten, die Isabella Plantation.

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In den Royal Botanic Gardens von Kew haben mir besonders die viktorianischen Gewächshäuser gefallen. Das Palmenhaus war das erste Gewächshaus in dieser Größenordnung. Architekten haben Techniken aus der Schiffbauindustrie genutzt, um die Vision zu verwirklichen. Das erklärt vielleicht auch warum das Palmenhaus einem umgedrehten Schiffsrumpf ähnelt. Die wunderschönen Kew Gärten gehören, mit 500 Hektar Wald und dem größten Saatgutschutzprojekt der Welt, zu den artenreichsten Orten der Erde.

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Da die Innenstadt von London nicht besonders grün ist, kann ich einen Ausflug zu den Gärten von Kew oder Richmond sehr empfehlen, wenn man mal genug hat von der Hektik der Großstadt. Dann bieten diese Oasen die perfekte Gelegenheit zum Durchatmen.

Food Tour durch London

Kulinarisch hat London viel mehr zu bieten als nur Fish and Chips oder Kresse Sandwiches mit Ei. Dort kann man sich durch die verschiedensten Spezialitäten aus aller Welt probieren. Die besten Orte dafür sind die Streetfood Markets, wie zum Beispiel der Upmarket auf der Brick Lane, die Cucumber Alley und der Seven Dials Market sowie der Spitalfields Market und der Borough Market. In der Nähe von meiner Arbeit gab es noch einen kleinen, weniger bekannten Streetfood Markt, dort sind die Preise auch relativ erschwinglich verglichen mit den anderen berühmten Food-Courts.

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Wer gerne eine schöne Aussicht beim dinieren haben möchte sollte sich einen Platz im Oxo Tower, im Sky Garden oder im The Shard reservieren. Auf den Sky Garden kommt man sogar kostenlos hoch, wenn man nur die schöne Aussicht im höchsten Indoor Garten genießen will. Den Besuch sollte man aber rechtzeitig vorab buchen. Besonders empfehlenswert ist es dort zum Sonnenuntergang. Wenn die Sonne zwischen den Wolkenkratzern untergeht und sich die goldenen Strahlen in all den verglasten Fenstern widerspiegelt, sorgt das für eine wunderbare Farbstimmung.

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Weitere absolute Restaurant und Imbiss Empfehlungen von mir sind: All that Falafel, Sushineon, DanDan Noodle und Tayyabs. Letzteres Lokal habe ich zwar nicht selbst probiert, aber viele meiner Londoner Kollegen hatten nur gutes zu berichten. Aber auch eine gute Portion Fish and Chips gehört natürlich zu einem richtigen London Aufenthalt dazu, zum Beispiel bei Golden Union oder bei Poppie´s.

Während meiner Zeit als Expat in London habe ich einige tolle Erfahrungen sammeln dürfen und ich habe viele neue Eindrücke in die englische Kultur gewinnen können. Ich habe außerdem viele (wirklich viele!) Fotos geschossen, hauptsächlich mit meinem Smartphone. Diese habe ich zu kleinen Kurzvideos zusammengeschnitten und auf unserem YouTube Kanal veröffentlicht. Also würden wir uns freuen, wenn ihr unseren Youtube Kanal besucht und uns ein Abonnement dalasst. Dort gibt es nicht nur kleine Impressionen von meinem Aufenthalt als Expat in London, sondern auch Impressionen von unseren letzten Urlauben und ausführlichere Videos und Vlogs von unserer Weltreise, die wir 2018/2019 unternommen haben. Inspiration für Wandertouren gibt es auf meinem Komoot Profil. Mehr Berichte zu unseren Reisen findet ihr hier auf unserem Blog, zum Beispiel auf unserer Europa Übersichtsseite. Viel Spaß beim Stöbern und Lesen!