Vulkanwanderung auf Bali

Unser erster Ausflug auf Bali war eine Vulkanwanderung auf den Mt. Batur zum Sonnenaufgang. Dieser Start in den Tag war abenteuerlich und faszinierend. Der aktive Vulkan Batur ist 1717 m hoch und ein schönes Ziel für einen Auflug, weil man von dort oben einen ausgezeichneten Blick auf die Landschaft der Region hat. Eine Besonderheit unserer Tour war, dass man sehr früh gestartet ist, um rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf dem Gipfel zu sein. Dafür wurden wir 1:40 Uhr Nachts abgeholt. Da unsere Unterkunft im südlichen Teil der Insel war, die Vulkanregion aber im nördlichen Landesinneren, folgte dann eine ca. zweistündige Autofahrt, bei der man gut etwas Schlaf nachholen konnte.

Am Fuß des Bergs angekommen, wurde man mit Taschenlampen, Wanderstöcken und Trinkwasser ausgerüstet und die Vulkanwanderung konnte losgehen. Zunächst ging es eine Weile durch den Wald, von dem man nicht wirklich viel gesehen hat, weil es natürlich noch dunkel war. Wenn man ungefähr die Hälfte des Weges geschafft hat, lichtet sich der Wald und man erkennt die ersten Umrisse der Landschaft, tiefe Schluchten, Vulkangestein und einen sternenklaren Himmel.

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Zwischendurch wurden wir vom Guide regelmäßig gefragt, ob wir gerne eine Pause einlegen möchten. Je nach eigener Geschwindigkeit ist durchaus noch Zeit für die eine oder andere Pause. Unser Guide behielt die Zeit immer im Blick für das richtige Timing der Ankunft.

Als wir oben waren konnten wir uns erstmal vom Laufen erholen und in aller Ruhe das Farbspektakel am Horizont genießen. Man hatte einen Ausblick auf den größten Berg auf Bali, den Vulkan „Mt. Agung“. Davor befindet sich ein Kratersee, den wir aufgrund der dichten Wolkendecke aber nicht sehen konnten. Am Horizont konnte man dafür sogar „Mt. Rinjani“, einen 3726 m hohen Vulkan auf der Nachbarinsel Lombok erkennen.

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Während man mit Staunen beschäftigt ist wird einem im Vulkandampf ein Frühstück zubereitet. Es gab gekochte Eier, Bananentoast, Litschis und Schokoriegel. Nach dieser Stärkung konnte es weitergehen. Es war mittlerweile taghell und heiß geworden und die Wanderung führte über einen Bergkamm zu einem kleineren Gipfel, auf dem einige freundliche Affen wohnten, die sich sehr über eine kleine Fütterung mit Bananen gefreut haben. Danach folgte der Abstieg, bei dem uns unser Guide noch viele interessante Informationen über die Region gegeben hat. Zum Beispiel die Geschichte über den „Lucky Temple“, der wie durch ein Wunder den letzten größeren Vulkanausbruch unbeschadet überstanden hat, obwohl die Gegend rundherum sichtbar von Lava übergossen wurde.

Unten angekommen wurde man noch zu weiteren kleineren Stationen der Tour gefahren. So konnte man noch in heißen Quellen baden (etwas seltsam bei ohnehin ganzjährig 30 Grad Lufttemperatur) und eine Kaffeeplantage besichtigen bei der auch viele balinesische Getränke gekostet werden konnten. So war es ein gelungener Abschluss für eine äußerst erlebnisreiche Tour, die ich jedem Bali Besucher empfehlen kann, der ein kleines Abenteuer erleben will.

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Wenn ihr noch mehr Eindrücke von von der Vulkanwanderung und unserer Bali Reise bekommen wollt, dann schaut euch das YouTube Video an. Viel Spaß dabei!

Über den Autor

Martin

"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben." - Alexander von Humboldt