Unser Fazit nach 1 Monat in Peru

Einen Monat lang haben wir unter anderem die Küste, das Landesinnere Perus mit den hohen Bergen der Anden und tiefe Schluchten mit steilen Felshängen bereist. Dabei haben wir eine der typischen Reiserouten gewählt, weil man so die abwechslungsreiche Landschaft am besten bestaunen kann. Von trockener Wüste über schneebedeckte Berge bis zu dschungelartigen Pfaden und bunten Felsen war alles dabei. Jetzt erzählen wir euch aber, was uns zum Staunen gebracht hat, was uns gut und was uns leider nicht so gut an Peru gefallen hat. Zur Übersicht gibt es hier aber erst einmal unsere Reiseroute durch das Land der Llamas und Alpakas.

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Natürlich sind wir erst einmal in Lima angekommen. Das war ein Kulturschock! Mit dem Taxi sind wir vom Flughafen nach Miraflores gefahren und waren schockiert von dem Verkehr und der Fahrweise. Gleichzeitig waren wir aber auch sehr froh, dass wir hier nicht selbst fahren müssen. Es wird einfach ständig gehupt, weil die Peruaner keine Geduld haben und immer in Eile sind. Außerdem wird hier viel mit Diesel gefahren (scheinbar ohne Filter) und das stinkt unglaublich! Einfach schlimm und erschreckend, wenn man sieht, wie die ganzen Autos dicke schwarze Qualmwolken ausspucken.

Als wir heile und sicher in unserem Hotel angekommen waren, konnten wir die Freundlichkeit, das leckere Essen und die guten Tipps sehr genießen! Um von Lima zu unserem nächsten Ziel Ica zu kommen haben wir den Bus genommen. In Peru ist es üblich mit dem Bus längere Strecken zurückzulegen, statt den Zug zu nehmen. Der ist nämlich um einiges teurer. Was uns bei den Bussen positiv überrascht hat, war der unglaublich gute Komfort. Man hatte Sitze mit super viel Beinfreiheit und man konnte sich sehr weit zurücklehnen, sodass man fast schon waagerecht lag. Das war besonders praktisch, weil wir in dem Bus eine unserer längsten Strecken zurückgelegt haben (nämlich 12 Stunden). Zudem gab es während der Fahrt auch Essen und Getränke.

In der Wüstenstadt Ica konnten wir von unserem Hostel aus viele Ausflüge unternehmen. Eine Wüstensafari mit Sandboarding durfte natürlich nicht fehlen. Wir haben auch eine Wein und Pisco Tour unternommen und sind mit einem Boot zu den „Islas Ballestas“ gefahren. Dort konnten wir viele Vögel, unter anderem auch Humboldt Pinguine und Robben sehen. So haben wir schonmal viel von der abwechslungsreichen Landschaft Perus mitbekommen und haben bei den Ausflügen sehr viel gelernt. Auf unseren Touren haben wir wieder gefilmt und die Videos auf unserem YouTube Kanal online gestellt.

Auch wenn es einige schöne Ecken in Peru zu sehen gab, haben wir uns  trotzdem nicht sofort wohl gefühlt. Vielleicht lag das auch daran, dass wir erst einmal den Kulturschock überwinden mussten und eine Weile brauchten um uns einzugewöhnen. Spätestens in Arequipa war der Kulturschock aber komplett verflogen und uns hat es dort sehr gut gefallen. Die Stadt hat uns sehr an Sevilla erinnert und bot viele alte, verzierte Gebäude. Besonders in dem Kloster  Santa Catalina haben wir uns sehr lange aufgehalten und fanden es wirklich schön dort. Also kein Wunder, dass UNESCO das Stadtzentrum von Arequipa zum Weltkulturerbe erklärt hat. Da die Stadt schon auf 2300 m Höhe liegt, war das ganz gut um sich langsam an die dünne Luft zu gewöhnen, denn im Verlauf unserer Reiseroute ging es auf bis zu 5000 m hoch. Von Arequipa aus haben wir auch unsere erste längere Wandertour durch den Colca Canyon über drei Tage unternommen. Das war für uns ein richtiges Abenteuer und trotz der anstrengenden Höhenmeter, die wir zu bewältigen hatten, hat es uns sehr gefallen. Die Landschaft mit den vielen hohen Bergen und Vulkanen war atemberaubend schön.

Nach dem Colca Canyon ging es direkt weiter zu dem Ort Puno (3800 m hoch), wo wir den berühmten Titicaca-See besichtigt und eine Bootstour, unter anderem zu den schwimmenden Inseln, unternommen haben. Diese Inseln bestehen aus getrocknetem Schilf, aber auch die Boote und Häuser bestehen aus diesem Rohstoff. Im Gegensatz zum Rest von Peru darf man hier Fotos mit den Leuten machen, aber auf keinen Fall Trinkgeld dafür geben. Normalerweise ist es nämlich üblich den Peruanern etwas Geld zu geben, wenn man Fotos von ihnen in ihrer Tracht schießt oder sich mit deren Alpakas oder Schäfchen fotografieren lässt. Macht man einfach so einen Schnappschuss ohne zu bezahlen, kann man sich schon mal auf Diskussionen und Feilschereien einstellen. Aber auf den schwimmenden Inseln freuen sich die „Urus“ (ethnische Gruppe Indigener am Titicaca-See) eher über Kooperationen, wenn man zum Beispiel ihre selbst gebastelten Werke kauft. Da auch Puno ansonsten keine wirklich schöne und sehenswerte Stadt ist, haben wir uns dort nicht lange aufgehalten und sind weiter gezogen.

Unsere letzte Station auf unserer Reise durch Peru, war die schöne Stadt Cusco, die auch auf die Liste der UNESCO-Welterbestätten aufgenommen wurde. Die Stadt liegt auf 3400 m Höhe und war Ausgangspunkt unserer zahlreichen Touren: Rainbow Mountain-Tour, natürlich eine Tour zum Machu Picchu, Sacred-Valley Tour und einen Ausflug nach Sacsayhuamán. Auch bei diesen Ausflügen haben wir gefilmt, also schaut gerne auf unserem YouTube Kanal vorbei.

Insgesamt hat uns Peru sehr gut gefallen und wir waren von den kontrastreichen Landschaften sehr beeindruckt. Das Land bietet so viel Abwechslung und Vielseitigkeit, dass man gerne mehr über die Kultur, gerade auch über die Inkas (Quechua) erfahren möchte. Für Outdoorfreunde und Naturburschen ist das Land genau das richtige! Abenteuerliche Wanderwege mit unglaublich schöner Natur! So unglaublich, dass man sich oft fragt, wie die Natur soetwas atemberaubendes zustandegebracht hat.  Was uns nicht so gut gefallen hat, waren allerdings die undurchsichtigen Preise. Hier muss man immer verhandeln, aber das ist auch einfach eine Gewohnheitssache. Zum Schluss waren wir fast schon richtige Profis im Feilschen. Wir würden auf jeden Fall wieder nach Peru kommen! (nicht Zuletzt wegen den niedlichen und flauschigen Alpakas)

¡Adiós Peru!

Für noch mehr Eindrücke von unserer Perureise, schaut euch mal unsere Peru Playlist auf Youtube an und abonniert unseren Kanal, damit ihr kein Video verpasst. 😉

Über den Autor

Alina

"Das wichtigste Stück des Reisegepäcks ist und bleibt ein fröhliches Herz." - Hermann Löns